Es war ein schöner Abend mit gefühlvoller Musik und interessierten Besuchern – die Foto-Wanderausstellung Trauertattoo wurde am Freitag, den 04.10. in den Räumen der Gärtnerei Berg eröffnet.

Tattoo? Ja, Tattoo!
Gestochene Bilder auf ihrer Haut zeigen Frauen und Männer in dieser Fotoausstellung, Es sind keine Tattoos, die aus einer Laune heraus entstanden sind. Die Bilder sind Ausdruck eines großen emotionalen Einschnitts im Leben dieser Menschen. Sie berichten von Verlust, von Tod. Und so sind die Trauer-Tattoos etwas sehr Intimes. Sie lassen einen tiefen Blick in die verwundete Seele zu und öffnen den allermeisten Betrachtern das Herz.

Die Atmosphäre der Gärtnerei Berg trug ihren Teil dazu bei, Wolfgang Berg der die Besucher begrüßte und Marion Schronen mit Ihrem Impulsbeitrag, das Akustik Duo FretBuzz und die Tätowiererin vom CafeInk – all das machte es stimmig.

Warum haben wir diese Ausstellung gemacht?
Um einen persönlichen Verlust begreifen zu können, um Trauer zu verarbeiten, muss die Trauer durchlebt werden. In unserer sich immer schneller drehenden Welt ist es auch die Aufgabe eines Hospizvereins darauf aufmerksam zu machen, dass Trauer Raum und Zeit brauchen. Wer sich darauf einlässt, spürt das Wesentliche – neben den Tränen nämlich auch das empfundene Glück, mit dem verstorbenen Menschen ein Stück im Leben gemeinsam gelebt zu haben oder gegangen zu sein. Und deshalb gehen die Bilder im wahrsten Sinne unter die Haut.
